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Unterschriften

Petition
«Entlasten statt Belasten»
dem Kantonsrat übergeben

Über 7’000 Personen, mehrheitlich Lehrpersonen, haben die Petition «Entlasten statt Belasten» unterzeichnet. Am 10. November 2025 wurde sie dem Kantonsrat übergeben. Die Forderung ist klar: Bessere Arbeitsbedingungen, kleinere Klassen und echte Entlastung für das gesamte schulische Personal.

 Seit der Einführung des neuen Berufsauftrags (nBA) im Jahr 2017 sind Lehrpersonen, schulische Heilpädagog*innen, Therapeut*innen und DaZ-Lehrpersonen mit einem unrealistischen Arbeitsauftrag konfrontiert. Das Versprechen einer Entlastung wurde nicht eingelöst – im Gegenteil: Überlastung, Krankheitsausfälle und Fachkräftemangel prägen den Schulalltag.

Unsere zentralen Forderungen:

Damit inklusive Bildung funktioniert, braucht es kleinere Klassen. Davon profitieren alle: Schüler*innen, Lehrpersonen und Eltern.

„Die homogene Klasse gibt es nicht – gab es nie. Heterogenität ist eine Chance, aber nur, wenn die Klassen klein genug sind, um individuell zu fördern.“
– Eva Schlessinger, Kreiskonventspräsidentin Limmattal

Eine inklusive Schule braucht ein multiprofessionelles Team in jeder Klasse: Regelklassenlehrperson, schulische Heilpädagogik, Therapeut*innen und DaZ-Lehrpersonen. Von einer „Überbesetzung“ kann keine Rede sein – im Gegenteil, Förderpersonal fehlt vielerorts.

„Ohne die unbezahlte Überzeit der Lehrpersonen gäbe es keinen geregelten Schulalltag! Als Klassenlehrperson begleite ich Kinder und Familien in Krisen, vermittle bei Konflikten und koordiniere zwischen Fachlehrpersonen, Heilpädagog*innen, Schulsozialarbeit und Schulleitung. Die alltägliche Unterrichtsplanung muss ich nebenbei erledigen. Es ist dringend notwendig, dass wir Lehrpersonen entlastet werden. Dies jedoch nicht auf dem Buckel der Kinder. Diese sind nicht das Problem»
– Jonas Bühler, Lehrperson in Winterthur und Aktivist

Der aktuelle Berufsauftrag rechnet mit 58 Stunden pro Jahreslektion – zu wenig, um qualitativ hochwertigen Unterricht zu gewährleisten.
Gefordert werden 62 Stunden pro Lektion sowie eine Erhöhung der Klassenlehrpersonenpauschale von 100 auf 250 Stunden jährlich.
Auch für Therapeut*innen braucht es angepasste Modelle, die ihre tatsächlichen Aufgaben abbilden.

„Therapeut*innen tragen wesentlich zur Qualität und Inklusion an unseren Schulen bei – das muss sich endlich auch in den Arbeitszeitfaktoren widerspiegeln.“
– Larissa Bleisch, Zürcher Berufsverband der Logopädinnen und Logopäden (zbl)

 Für eine starke, inklusive Volksschule

Echte Entlastung diskriminiert niemanden und stärkt die Schule für alle. Mit der Petition setzen wir ein Zeichen gegen rückwärtsgewandte Ideen wie die sogenannte «Förderklassen-Initiative».
Diese Initiative will Kinder wieder aussondern, statt die Bedingungen für alle zu verbessern. Eine solidarische, inklusive Schule braucht mehr Ressourcen – nicht Separation.

 Zürich, 10. November 2025
Kollektiv Kritische Lehrpersonen

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